#GeHaTa gefüllte Paprikaschoten

Bei manchen Hackrezepten herrscht ja ein wahrer Glaubenskrieg, wenn es um die Zubereitung geht. Meistens hängt das davon ab, wie man es aus der Kinderzeit kennt.

Mir ging das so bei gefüllten Paprikaschoten. Zugegeben, mein Leibgericht waren „Russenmützen“ (oha hoffentlich gibts keinen ärger mit der internetpolizei zu erklärung so hieß das bei uns zu hause nunmal warum weiß ich nicht mal) in meiner Kindheit nicht, aber das Thema ist ja eh schon durch. Meine Mutter machte dieses Essen immer mit den gelblich-grünen Spitzparika wodurch sie eine leicht bittere Note bekamen. Und obwohl bitter ja eher nicht so meine Kindergaumenfreude war, waren die Paprikaschoten wie sie meine Oma machte noch viel weniger mein Fall. Oma (sonst schätze ich ihre kochkünste sehr) nahm die roten rundlichen Dinger. Dadurch wird das ganze etwas süßer, jedoch war vermutlich der Kontrast zu denen von zu Hause zu groß als dass es mir richtig schmecken konnte. Viel Später in Litauen ging’s mir mal ähnlich als man mir ungesüßten Milchreis als Beilage zu Fleisch reichte. Irgendwie wollte sich das im Kopf nicht zusammen fügen. Gehört halt anders.

Heute variiere ich die Zubereitung meiner Paprikaschoten, je nachdem wonach gerade der Sinn steht. Schmecken tun mir mittlerweile beide Varianten sehr gut.

Auf jeden Fall gehört viel Sauce und Kartoffeln dazu.

500g gemischtes, gewürztes Hackfleisch

1 altes Brötchen (oder Semmelmehl)

4 Paprikaschoten

Soßenbinder

etwas Schlagsahne

Salz, Pfeffer

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Die Paprikas werden  von Kappe und Kernen befreit.

Das Brötchen stopfe ich in ein Wasserbad, auf das es weich wird. Ist das soweit geschehen, vermenge ich das mit dem Hack zu einer einheitlichen Masse.

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Hack inne Paprika rein und beides ab in die Pfanne.

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Für meinen Geschmack dürfen die Zipfelmützen jetzt ordentlich von der Flamme geküsst werden VORSICHT! Das spritzt amtlich und ist nicht unbedingt zum nackt kochen geeignet.

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Jetzt wende ich die Schoten fleißig hin und her, auf dass sie von jeder Seite „Farbe“ kriegen und lösche die Geschichte mit einem guten Schluck Wasser oder Fond (ausm glas) ab.

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Jetzt noch ein bisschen einkochen lassen, ein guten Schluck von der Sahne drunter rühren und mit dem Soßenbinder auf die gewünschte Konsistenz bringen. Aber erst durch das feurige Paprikapulver aus dem Souvenirladen in Budapest kriegt die Sauce den Pepp den sie meiner Meinung nach braucht.

Dazu wie gesagt Kartoffeln und dann schmecken lassen. Ach ja und ’nen feinen Gehacktestag.

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