Felix Meyer in Leipzig

Im letzten Jahr kam ich in Kontakt mit der Musik der ehemaligen Straßenkünstler „Felix Meyer„. Zum Geburtstag gab es dann von meiner Schwiegermutter, in spe, das Album erste Liebe / letzter Tanz . Dieses Jahr hatte sie wohl spitz bekommen, dass der Herr mit der markant tiefen Stimme auf seiner „Menschen des 21. Jahrhunderts“-tour halt in Leipzig macht.

So hatte sie kurzerhand ein Geburtstagsgeschenk für mich und ich zwei Konzertkarten für das Die Parkbühne am Geyserhaus.

Der große Wettermanitu meinte es gut mit Band, Konzertgängern und damit auch mit Sarah und mir. Es erwartete uns ein laues Sommernächtchen.

Die Openairbühne am Geyserhaus ist wirklich schön und von vielen Seiten gut einsehbar. Man ist nicht gezwungen, auf ergonomisch fragwürdigen Zweckmöbeln zu sitzen sondern kann sich genau so gut auf den Rasen pflanzen. Ne, Picknickdecke wäre sicher von Vorteil gewesen, denn irgendwann wurde es ein wenig frisch und ich musste die Jacke, auf der wir saßen, überstreifen.

Der Klang war überraschend gut, bin ich doch von den meisten Liveveranstaltungen (vorwiegend kleine punkkonzerte) anderes gewöhnt. Da was vom Text zu verstehen, bedarf schon höherer Lippenlesekunst.

Felix startete gemächlich mit ein paar alten und neuen Songs, wobei ihm die Älteren mitunter etwas Schwierigkeiten bereiteten, da der Text nicht immer präsent war. Es sorgte aber für herzlichstes Gelächter im Publikum, als er sich eine seiner CD’s reichen lies. Da hatte er aber bereits mit der zweiten Strophe begonnen.

Während des Auftritts nahm sich der Frontmann eine kurze Auszeit und holte Cynthia Nickschas nach vorn. Diese schaffte es mit ihrer rotzigen Art und der dazu passenden Reibeisenstimme die Masse zum kochen.

Als die Musik dann aber anfing in die Beine zu gehen, musste ich mal wieder mit Erschrecken fest stellen, das Weiße nicht tanzen können. (ist das eigentlich rassismus wenn  ich selber weiß bin und mich selbst dazu zähle)

Die Hits wurden handelsüblich ans Ende gelegt und die Rechnung ging natürlich auf. Das Publikum, mittlerweile beseelt von Stimme und Stimmung, summte laut und ausdauernd mit und verstärkte damit noch den Wohlfühlfaktor.

In der Pause einer der zahlreichen Zugaben, sorgte jedoch ein Herr aus dem Publikum für einen Lacher als er einen gut hörbaren Rülpser aus den Reihen der Zuschauer mit dem Satz: „Hand vorn Mund!“, quittierte.

Am Ende war es ein sehr schöner Abend mit sehr schöner Musik. Es glich einem Roadtrip entlang der Küste, mit offenem Fenster, durch das lauwarme Sommerluft herein strömt und die Sonne ein leicht von vorne blendet.

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