#GeHaTa Hackfleisch-Lauchsuppe

Vor Jahren habe ich mir in Leipzig mal einen Anzug maßschneidern lassen, den Rest der Kohle habe ich dann für sinnlosen Kram ausgegeben. Ein Vorteil einer solchen Investition ist, man endlich mal einen feinen Zwirn der einem auch passt – ohne dass die Ärmel zu lang sind oder es um die Schultern sitzt als hätte man sich ’nen Jutesack übergeholfen. Ein Nachteil ist, wenn man fetter wird passt das Ding nicht mehr.

Ein Grund warum mir der Anzug von damals nicht mehr so ganz gut passt ist Käse – Lauchsuppe. Auch hier ging es ursprünglich mal mit Tütenmüll los. Doch das wurde sehr schnell weg gelassen. Das wirklich fatale an diesem Gericht ist neben dem leckeren Geschmack die Zutat: Schmelzkäse.

Ich weiß nicht mal wie dieser Kit hergestellt wird, geschweige denn woraus (vermutlich aus zahnpasta ganz viel plaste und milchpulver mit fettzugabe), will ich aber auch nicht. Ich glaube niemand will das.

Dieser Schmelzkäse macht die Suppe jedoch so sehr lecker und so sehr fettig.

In der Kombüse von WRINT mit Holgi und Sven Mencke, bekam ich vor geraumer Zeit den Schmelzkäse gegen Frischkäse zu tauschen. So sollte das Gericht bekömmlicher werden und trotzdem so lecker bleiben. Ich habe es versucht. So ganz hat das für mich nicht hingehauen, da der intensive Geschmack schon abgeht. Allerdings hat mir das Leichtere ganz gut gefallen. Daher bin ich in meinem Rezept jetzt einen Kompromiss eingegangen. Es kommt eine Hälfte Schmelz- und eine Hälfte Frischkäse ran. So halten sich Geschmack und Leichtigkeit die Waage. Was gerade im Sommer ganz angenehm ist.

Suppe:

500g Hack

1 Stange Porree

1 Becher Schmelzkäse

1 Becher Frischkäse

etwas Milch

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Das Hackfleisch brate ich bei ordentlicher Hitze an und rühre dann gleich den Schmelzkäse unter. Der soll auch etwas angebrutzelt werden, dann kommen ein paar leckere Röstaromen mehr mit rein. Aber dabei ist Vorsicht geboten, nicht dass man Pfanne in die ewigen Jagdgründe schickt.

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Das ganze wandert dann in einen großen Kochtopf und ich kippe den Frischkäse und den Lauch dazu. Bei mir war es dann etwas zu cremig und schwups gab’s noch einen Schluck aus der Milchpappe dazu.

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Das ganze kann jetzt noch etwas vor sich hinköcheln bis der Lauch nicht mehr allzu bissfest ist.Salz und Pfeffer ran und schon ist’s fertig zum servieren. Schüssel her und voll gehauen.

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Ach ja, unverzichtbar ist dazu ein schönes krosses Weißbrot. Ich hab ’nen Tag zuvor noch schnell Hefeteig angesetzt und wieder etwas mit Gewürzen experimentiert. An den Teig kamen Oregano, Rosmarin und Kurkuma. Von letzerem kam der Geschmack nicht so sehr heraus aber es hat ne interessante gelbliche Färbung verursacht.

Also schmecken lassen und ‘nen frohen Gehacktestag.

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