Hundetanz und Tombola

Bevor wir unseren zweiten Vierbeiner in die Wohnung holten, besuchten wir ein mal das Tierheim Leipzig in Breitenfeld. Ordentlich war es und den Tieren ging es augenscheinlich auch gut. Was ich persönlich nicht so toll fand, war die Art und Weise, wie man dort mit uns umging. Unser Interesse galt einem kleinen Chihuahua, wobei man uns mitteilte, dass dieser erst in der kommenden Woche Mittwoch freigegeben werde. Als wir am Dienstag anriefen, wann wir mal ’ne Runde mit dem kleinen Flohzirkus drehen können, um sich kennen zu lernen, teilte man uns am Telefon mit, dass der Hund bereits seit Montag vermittelt sei.

Trotz dieses Zwischenfalls haben Sarah und ich unser Vertrauen und unser Interesse an Tierheimen nicht verloren. So zogen wir nach Oelzschau in die dortige Versorgungsstation, denn man hatte zum Sommerfest geladen.

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Es gab eine Führung für alle Interessierten, einen kleinen Flohmarkt wobei sämtliche Einnahmen ans Tierheim gingen und man den Preis selbst bestimmte. Da musste man ja zuschlagen. Herr Lattek ist nun stolzer Besitzer eines Riesenkongs (hohles gummiding was man mit futter füllen kann).

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In Oelzschau wirkt alles sehr sauber und gut sortiert, die Vierbeiner haben große Gehege und einen üppigen Freilauf mit verschiedenen Beschäftigungsangeboten.

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In einem separaten Teil des Heims, sind Straßenhunde aus Rumänien unter Quarantäne. Die Tiere werden hier medizinisch versorgt und aufgepäppelt, um dann im Nachhinein vermittelt zu werden.

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Gefeiert wurde auch mit allem was dazu gehört: es wurde gerostert, es gab ’ne Tombola und Tanz darf nicht fehlen. Und was ist in einem Tierheim naheliegender als Dogdance. Wer da am Ende geführt hat, konnte ich aber nicht zweifelsfrei feststellen. Ich wurde aber aufgeklärt, dass es darauf nicht ankommt, ebenso wenig auf Taktgefühl (das wird mir ja auch regelmäßig abgesprochen). Viel mehr soll es eine Möglichkeit sein sich mit seinem treuen Freund zu beschäftigen und diesen körperlich und geistig zu fordern (immer nur ball weit weg werfen und bringen lassen ist wohl geistig ungefähr genauso fordernd wie 24h frauentausch zu gucken).

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Man konnte übrigens nicht nur gebrauchten Kram kaufen, sondern auch Selbstgebautes u.a. von den Jungs aus der JVA Regis-Breitingen und einer der dortigen Bewohner gab auch noch musikalisches zum Besten. Leider habe ich den Namen des Rappers nicht mitbekommen, er selbst meinte auf Nachfrage, dass ich frühere Stücke von ihm auf Youtube finde, unter seinem Künstlernamen Polio.

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Leider ohne Erfolg. Wenn ein Leser da weiter helfen kann, dann bitte her mit dem link. Der wird hier natürlich noch nachträglich eingefügt.

Er gab vor Ort einen Song über das Tierheim zum besten und noch eine spontane Zugabe über sein Leben und wie er in diese missliche Lage rutschte.

Am Ende war es ein feiner Vormittag und ohne Apell kommt der Text natürlich nicht aus: wer sich überlegt einen Vierbeiner zuzulegen, guckt doch bitter erst mal in den nahegelegenen Tierheimen nach, ob ihr dort nicht einen passenden Hund findet. Die Tiere sind super dankbar. Außerdem unterstützt Ihr nicht das perfide System von zweifelhaften Hobbyzüchtern, auf der Jagd nach noch zweifelhafteren Rassestandarts. Eine befreundete Tierärztin hat mir zu dem Thema mal gesagt: Ein Mops möchte auch gern atmen können (das ach so niedliche hecheln welches gern mit einem lächeln verwechselt wird ist ein zuchtfehler und ist ausdruck von atemnot).

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