Deutsches Fotomuseum

Nachdem ich in den letzten Wochen das erste Mal eine analoge Spiegelreflexkamera in der Hand halten durfte (ich hätte vermutlich kein vernünftiges Bild heraus bekommen) hab ich mich heute um so mehr darauf gefreut ins Fotomuseum zu gehen.

Das etwas versteckte Gebäude empfing uns heute bei Kaiserwetter (übrigens ein begriff aus der fotografie denn kaiser wilhelm II erschien nur bei sonnenschein auf festen  da dann das licht zum fotgrafieren seiner durchlaucht optimal war).

Der Eintrittspreis von 6€ war okay, vor allem wenn man die Fülle der Exponate berücksichtigt. Bereits eine Minute nach Betreten wurde mir verbal auf meine neugierigen Finger gehauen, als ich auf der Suche nach der Schärfe an einem Stereoskop herum fummelte. Die Dinger haben mich schon immer fasziniert , vor allem wenn man  bedenkt wie lange es das schon gibt. In Anbetracht dessen erschließt sich mir auch nicht ganz der Hype ums 3D-Kino. Eigentlich ist das doch ’n alter Hut und täuscht oft nur über so manche filmische Schwäche hinweg (bei godzilla hat nicht mal das geklappt).

Als erstes ging es durch die Ausstellung über Aktfotografie, naja was soll ich sagen, hauptsächlich nackte Weiber. Als veritabler Kunstbanause erkenne ich nur selten den künstlerischen Anspruch hinter solchen Fotos. Doch eines hat mich dann doch begeistert erzählt es mir doch immerhin eine kleine Geschichte und regt ein wenig zum nachdenken an.

Aktfotografie

Nach den Nackedeis ging es über die Rampen auf die verschiedenen Ebenen. An den Wänden konnte man die Entwicklung der Fotografie nachvollziehen und dabei entdeckte ich auch den ein oder anderen Trend der auch heute bei vielen Leuten noch recht beliebt ist. Vor allem wenn man seine Dekoration vorzugsweise von Ikea holt.

Old School Color Key

[ frühes Color Key Bild ]

Eine simple aber eindrucksvolle Präsentationsmethode für Fotos hatte es mir dann besonders angetan. Dabei klemmte eine Aufnahme in einem Gestell, hinter einer großen Lupe. Man konnte sich das Foto sowohl von der Seite anschauen, also unvergrößert im Ganzen, als auch durch die Vergrößerungslinse von vorn. Dabei wird dann jedes kleine Detail erkennbar. So erlangt das Foto eine ganz andere Aufmerksamkeit, wie ich finde. Ein DIYprojekt dazu schwirrt mit bereits im Kopf herum. Ich werde hier darüber berichten.

Lupenrahmen

Beeindruckend fand ich dann auch die Dunkelkammer mit all ihren geheimnisvollen Gerätschaften und den vielen spannenden Chemikalien. Was man heute so ritsch ratsch rutsch durch Ligthroom jagd, bedurfte einmal eines riesigen zeitlichen wie auch finanziellen Aufwands.

Für mich ist dieser Prozess unvorstellbar. Wenn mir jemand einmal die Vorgehensweise einer solchen Entwicklung zeigen könnte, wäre ich demjenigen sehr dankbar.

Lightroom Version 0.1

[ Lightroom Version 0.1 beta ]

Am Ende war ich um einige Eindrücke reicher und froh dort gewesen zu sein. Nicht zuletzt auch darüber, die Aufnahmen von Peter Langner gesehen zu haben – dem Gründer der Sammlung. Davon stell ich aber keine Bilder rein, die soll sich jeder selbst ansehen.

Ich hatte meine Kamera natürlich auch mit und hab im Anschluss auch noch ein Motiv gefunden, welches ich schon lange mal aufnehmen wollte.

Wassersturm am weißen Haus

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