Kino für die Hosentasche

Auf meinem letzten Raubzug über den AGRAflohmarkt, fiel mir eine alte tschechische Leinwand für Diaprojektionen in die Hand. Als ich das Gelände mit meiner Beute verlies, bestätigte mir ein älterer Herr welch excellenten (excellent = name der leinwand) Fund ich da getätigt habe. „Woar nä Roaridäd zu DDRzeiden.“

Heimkino_2

Trotz des immensen Gewichts, der durch das Metallgehäuse zustande kam trug ich es mit Freuden nach Hause. Auf dem Weg hatte ich bereits beschlossen, dass das der erste Baustein unseres ersten eigenen Kinos wird.

Bereits vor Jahren hatte ich gelesen, dass an LEDprojektoren gearbeitet wird, die aber zu der Zeit eher wenig überzeugen konnten. Nach einer kurzen Recherche hatte ich das Modell gefunden, welches für uns in Frage kommt. Mit dem Aiptek Q20 fand ich ein kleines Gerät (etwas größer als zigarettenschachtel) das mit nicht mal 100€ auch preislich im gesteckten Rahmen lag.

Dazu kamen dann noch ein 3m HDMI-Kabel und eine MicroUSB-Kabelverlängerung. Die Leinwand kam an die Decke (mittels gardinenstangenhalterung befestigt) und der Minibeamer kam an die gegenüberliegende Wand (spartanisch mit nem gummi aufn winkel geklemmt)

Heimkino_1

Zwar meinte der Verkäufer bei Conrad (ein virtuose auf seinem gebiet) „Warum wollensen sowas? Das doch Schrott.“  Jedoch war ich nach dem ersten einschalten des Beamers positiv überascht. Dazu muss man sagen, dass ich den Raum komplett verdunkeln kann, bei Tageslicht wird’s nichts. Für nicht mal 100€, hab ich auch keinen HD-Tageslichtbeamer erwartet. Aber um immer mal wieder ein paar Filme, Serien oder Fotos anzuschauen ist das Gerät vollkommen in Ordnung.

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Die Bilddiagonale ist immerhin ca. 170cm groß bei einer Entfernung von ca. 2m. Wenn man das Gerät näher an die Leinwand heran bringt, wird das Bild auch noch lichtstärker und schärfer. Kleine Schrift kann man zwar nicht mehr lesen was aber kein Problem darstellt, weil ich zum lesen meinen Ebookreader nehme.

Der erste Film im Heimkino war der Tatort vom 12.10.2014 „Im Schmerz geboren“ und es war ein echter Genuss. Das Gefühl auf einer Kinoleinwand zu gucken gepaart mit einem wirklich guten Film (mein erster tatort aber nur nach ausdrücklicher twitterempfehlung)

Fazit: Soviel Spaß für wenig Geld

P.S. Letztens konnte ich mit dem Gerät sogar eine kleine Fotoshow machen und die Leute fanden es gut. Dafür dass man dafür nur das Gerät benötigt und eigentlich sonst nichts weiter als ner weißen Wand. Wer kann da meckern?

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