Horvatia_Tag1

Vorab, an alle die sich zu Hause Sorgen machen: Wir sind gut angekommen und wenn auch müde und erschöpft wohl auf.

20:00 Uhr hatten wir uns versammelt, um die letzten Vorbereitungen zu treffen, Stullen schmieren, Eier, Tee und Kaffee kochen und die letzten Details zu besprechen.

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Wer soll sie aufhalten?
Kurz vor der ersten Pause
Kurz vor der ersten Pause

Das heimische Wetter hat es uns nicht gerade schwer gemacht abzuhauen. B2, A38, A9, A72, A93, A9 usw. sind um diese nachtschlafende Zeit sehr angenehm zu bereisen, wenn auch der teilweise sehr dichte Nebel nervenaufreibend war. Herr TomTom hatte pünktlich zum Fahrtantritt den Dienst verweigert, aber mit Hilfe von Sextant, Kompass und einer ADAC-übersichtskarte gelang es uns über Berge, Täler und vor allem viele viele Tunnel nach Kroatien. Die Tunnel strapazierten das Nervenkostüm zusätzlich zur Uhrzeit und zum dichten Nebel, denn jedes Mal wenn man reinfuhr, war der Radiosender weg und tauchte auch nicht von selbst wieder auf. Erst als man den Sendersuchlauf startete und das Radio auf der gleichen Frequenz stehen blieb – wildes Land dieses Österreich. Und scheiße teuer, selbst wenn man nur durch will. Vignette, Maut und was sich der Schluchtenscheißer noch so ausdenkt, um den Nachbarn auszunehmen.

Tunnelblick
Tunnelblick

In Slowenien begann die Fahrt langsam abenteuerlich zu werden. Rijeka, unser Ziel, stand mittlerweile auf den Schildern, trotzdem erschwerte sich das navigieren zunehmend. Zwar waren wir inzwischen im Besitz einer Karte – aber um sicher zu sagen wo wir sind, fehlten ein paar mal Angaben auf Schildern.

Die Aufregung war am Ende jedoch unbegründet, und wir rollten kurz, mit gelangweiltem Blick vom Grenzer beäugt, endlich in Horvatia ein. Hinter einer langgezogenen Kurve tauchte dann schon die Kvarner Bucht auf und bot einen atemberaubenden Anblick, der einen Großteil der Strapazen im nu auslöschte.

Land in Sicht

Wir nahmen uns gleich den erstbesten Zeltplatz namens PRELUK, (ob das eine gute Entscheidung war, wird sich noch raus stellen, die Sanitäreinrichtungen sind sehr spartanisch und die Lage ist nicht unbedingt zentrumsnah), zwischen Rijeka und Opatija.

Unsere Hütten für die nächsten vorraussichtlich sonnigen Tage waren schnell aufgebaut und wir tasteten uns an unser Gastgeberland heran, indem wir über ein paar spitze Felsen im Meer kletterten und in der Sonne ein (noch deutsches) Bier genossen.

Auf der Suche nach einer Möglichkeit Geld zu tauschen, wanderten wir entlang der Küste in Richtung Rijeka. Dabei kamen die Naturfreunde unter uns voll auf ihre Kosten. Zu sehen gab es jede Menge Eidechsen, die aufgeregt die Flucht ergriffen, wenn man ihnen zu Nahe kam, kleine Krabben, interessante Fische und Zwerggarnelen die so neugierig waren, dass sie Sarah bis auf die Hand krabbelten. Und zu guter Letzt wurden wir noch von einer Felsspalte angefaucht.

In der Innenstadt angekommen, (was sich echt lang gezogen hat) wurde erst mal Geld abgehoben und in Futter investiert – es gab einen handballgroßen Pfannkuchen in reichlich Fett gebacken und mit Unmengen Schokolade gefüllt für umgerechnet 63cent.

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Dafür hat uns danach der Busfahrer übern Tisch gezogen und für 3Haltestellen soviel wie für 2Zonen berechnet. Ich hoffe, dass er Kopfschmerzen bekommen hat, von dem Bier, dass er sich so extra kaufen konnte.

Mit einheimischen Bier (Karlovačko und Ožujsko) eingedeckt, ging’s auf den Zeltplatz zurück zum munteren Auswerten des Tages, Suppe (Büchsenfutter von Heme) sowie Tobis Bratkartoffeln futtern und Seele baumeln lassen.

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