Dienstag 19.7.2011

Dienstag 19.7.2011

In Zwiesel ist die Nacht bisher am kältesten und daher auch am schnellsten zu Ende. Früh um vier, nicht zuletzt auch wegen eines hervorragend funktionierenden Nahverkehrssystems, bei dem zwei Regionalbahnen alternierend alle 15Minuten hin und her rasen. Der Komfortbereich des Schlafsacks ist längst unterschritten so dass der Gaskocher heute Morgen ordentlich zu feuern hat. Es gibt neben Kaffee und Tee auch ne heiße Nudelsuppe zum Frühstück. Nach ner heißen Dusche und nach dem wir das Navi falsch eingestellt haben (mautstraßen vermeiden ja) geht’s erst durch bayerische dann durch tschechische Wälder. Da gibt’s zwar ordentlich was fürs Auge aber das dauert auch sehr viel länger. Also schleichen wir im Landpartiemodus in Richtung Hauptstadt Tschechiens. In Prag selber ist selbst das Navi am Ende, die Karten hat es zwar noch parat aber was Freund Pavel und Kollegen da verkehrsmäßig zu Recht geplant und auch entsprechend wirr beschildert hat, überfordert den Prozessor der Navigierhilfe komplett. Mal im Fluss mal daneben eiern wir unter tosenden Hupkonzerten in die Innenstadt. Dort parken wir an der Staropramenbrauerei (um uns auch ja zurück zu finden immer der nase nach) und begeben uns selbst in den Tourimodus, d.h. Schritt verlangsamen jedes Gebäude das irgendwie alt aussieht anglotzen ohne zu wissen warum und jedem im Weg stehen. (endlich kann man sich für die ganzen ätzenden stehenbleiber in wittenberg und leipzig revanchieren) Was gibt’s zu sehen? Altstadt jüdisches Viertel (den kommentar darüber schenk ich mir mal sonst wird mir der blog noch gesperrt) Hradschin und Karlsbrücke passieren sowohl unsere Fußsohle wie auch unsere Iris. Mehr gibt’s zu der Stadt nach diesem Schnelldurchlauf nicht zu sagen, außer dass man sehr viel mehr Zeit und auch wieder viel mehr Geld benötigt. Um neun schwingen sich unsere, vom rumlatschen, schweren Gebeine wieder in den Rover und eines der selbigen tritt das Gaspedal in Richtung Elbflorenz durch. Dass die Tschechen nicht gerade Virtuosen in Sachen Beschilderung sind bekommen wir auch nochmal auf dem Weg nach Sachsens Landeshauptstadt zu spüren und biegen (WJK) in die falsche Richtung nach Most ab statt nach Teplice. Dresden, wie bereits vorher geschehen, einfach auch mit aufs Verkehrsschild zu malen wäre wohl auch zu einfach gewesen. In der Nacht werden wir dann von Sebastian, einem Freund von Sebastian, in Dresden Neustadt empfangen. Er wartet mit Durst und Bommerlunder. Da es den ganzen Tag, abgesehen von einem super günstigen (keine 9€ für getränke und zwei große portionen) Gulasch für Sebastian und Fisch für Sarah, noch nichts zu beißen gab, schlägt Kollege Alkohol bei Sebastian gewaltig im Oberstübchen ein und versaut Nacht und den darauffolgenden Morgen.

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