Sonntag 17.7.2011

Sonntag 17.7.2011

Wir sind immer noch in Bayern und eigentlich wollen wir auch gar nicht so schnell hier weg. Die Pension „Zecher“ bietet uns auch an unseren Aufenthalt zu verlängern wie es uns beliebt. (nochmals tausend dank dafür) Heute wollen wir wirklich mal einen Tag ganz der Entspannung unserer mittlerweile ziemlich müden Knochen widmen. Also auf in Richtung Kochel am See. Dort gibt es noch ein Freilichtmuseum auf dem Weg, welches uns bereits wärmstens ans Herz gelegt wurde. Hier sehen wir wie Alois Spitzhuberl (aus gründen des datenschutzes frei erfundener name) vor 100 Jahren noch ohne elektrisches Licht klarkam in seiner urig eingerichteten Almhütte. Dabei fällt uns auf dass die Betten zu der Zeit so klein waren, die würden heute man gerade als Kinderpritsche durchgehen. Der Kochelsee dann ist ein reiner Augenschmaus. Im Rücken hat man die gewaltige Masse der Alpen und vor einem ein weiter See. Wir liegen eine Weile am Ufer und machen einfach mal nichts, kommen zur Ruhe. Keine Route vor Augen, keine Sehenswürdigkeiten im Sinn nur wir und die unbeschreibliche Natur. (ja wird jetzt n bissl romandisch muss aber auch mal sein) Da sich in den Gipfeln bereits die ersten Regenwolken bilden, beschließen wir uns in die kalten Fluten des Gewässers zu werfen. Arschkalt, ist gar kein Ausdruck. Außer einem beherzten Sprung rein und einem noch schnelleren wieder Auftauchen machen wir nicht viel. Das klappern der Zähne und schlottern der Knie lässt auch gar nicht mehr zu. Aber sofort ins Auto und die Heizung an, aber vorher noch raus aus den nassen Klamotten und fein säuberlich abgetrocknet, so wie Mutti einem das als Furzknoten beigebracht hat und schließlich waren wir beide ja erst kürzlich etwas angeschlagen. Da wir noch den heißen Tipp bekommen haben ein Stück weiter zu fahren um einen kristallklaren Bergsee in Mitten der Alpen zu Gesicht zu bekommen, tun wir wie uns geheißen und wärmen uns während der Fahrt ein wenig auf. Das Serpentinenfahren ist geil. Endlich kann man das Lenkrad des Wagens nicht nur zum Einparken benutzen, so was brauchen wir bei uns auch! Der See der sich vor uns eröffnet bleibt kein bisschen schuldig. Obwohl der Himmel in dem Kessel um den Walchensee herum bereits wolkenverhangen ist leuchtet die Wasseroberfläche türkisfarben und vermittelt eher den Eindruck in einer Karibikbucht zu sein als am Rande Deutschlands. Heute gönnen wir uns auch mal ein zünftiges bayerisches Mahl. Für Sarah: Fisch mit Kartoffelsalat, für Sebastian: Haxe mit Knödeln. (ja ne ganze) Sebastians Portion ist so groß, dass die Haut um den Bauch etwas knapp zu werden droht, aber was übrig lassen möchte man ja auch nicht, wenn es so gut schmeckt. Also rein damit und nich gejammert. Die Kruste ist übrgiens das Beste – Überaschung. Nach einem beherztem Sprung ins Wasser bei sintflutartigem Regen (wenn man schonmal hier is) geht’s wieder in die Serpentinen und zurück ins Trockene. (der see ist im übrigen nicht annähernd so kalt wie mir gegenüber vorher behauptet wurde)

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