Donnerstag 14.7.2011

Donnerstag 14.7.2011

„Welcher Tag ist heute eigentlich?“ Das fragen wir uns nun schon gegenseitig. Heut ist Freitag der 15.! ,sagt Sebastian. „Zumindest steht das so auf meinem Handy. Aber so wirklich sicher bin ich mir auch nicht.“ Das Rätselraten vollzieht sich bis auf die Autobahn und erst nach dem Tanken und dem Blick auf den Bon haben wir Gewissheit. Das Smartphone is zu blöde sich das Datum zu merken und es ist doch erst Donnerstag. Wir sind auf dem Weg nach München und wollen als erstes nach Dachau da es auf dem Weg liegt. Die Gedenkstätte ist sehr gut besucht kommt aber bei weitem nicht an die Verhältnisse von 1945 ran, als amerikanische Truppen das Lager befreiten und mehr als 32.000 Insassen unter katastrophalsten Bedingungen vorfanden. Amerikaner sind heute wieder da aber in sehr viel legerer Kleidung. Mittlerweile hat dieses Volk den Japanern den Rang abgelaufen, bei der Vergabe des „nervigsten Touristenpreises“. In prinzipiell unangemessener Kleidung und ausnahmslos lautstarker Kommunikation bewegt sich Genosse Ami über den historischen Themenpark Europa, der seiner Meinung nach nur für die eigene Belustigung gehalten wird. Die Ausstellung ist sehr umfangreich und interessant. Man erhält einen detaillierten Einblick in das schreckliche Lagerleben, über Einzelschicksale Statistiken, Bildern und vielem mehr. Danach wollen wir versuchen den Kopf wieder frei zu bekommen und fahren noch in die Münchner Altstadt um auf andere Gedanken zu kommen. Die Preise der öffentlichen Verkehrsmittel sind hier nicht ohne. Für ein Dreitagespartnerticket erleichtert man uns um 23€ und dafür müssen wir auch noch eine Station schwarz fahren, da es sonst doppelt so teuer werden würde. (ich hoffe das ding hier wird nicht von der staatsgewalt gelesen und die buchten uns ein für die ganzen schlimmen sachen) Am Stachus geht’s raus und dann in Richtung Feldherrenhalle, dem Ort an dem 1923 der Hitler-Ludendorff-Putsch sein jähes Ende fand. Heute wird eine Bühne aufgebaut und Idioten in Uniformen beweisen abermals dass sie weiterhin Idioten sind. Ein Securityaffe versucht uns den Weg in den Hofgarten zu versperren ohne ersichtlichen Grund. Lediglich ein Gabelstapler will durch das gleiche Tor wie wir. Platz genug ist für alle Beteiligten und mit einem Lenkrad ist das Gefährt auch ausgestattet, so dass er mühelos um uns rumkurven könnte. Naja sei es drum, der Primat im schwarzen Nicki regt sich fürchterlich auf und wir sind im idyllischen Hinterhof der ehemaligen Residenz bayerischer Herzöge. Der Gesamtfußmarsch war schon ordentlich heute, so dass wir uns bereits nach einer Stunde in Richtung Egling aufmachen wo bereits ein ofenfrischer Leberkäse auf uns wartet. Zusammen mit ein paar Weißbieren oder wahlweise alkoholfreien Getränken wird der Abend im Haus Zecher trotz Baustellenatmosphäre im Rest des Hauses sehr urig.

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