Dienstag 12.7.2011

Dienstag 12.7.2011

Am Dienstagmorgen geht es, auch nicht allzu früh, zuerst an einen reichgedeckten Frühstückstisch und im Anschluss daran mit unseren Sachen ans Auto. Nach ca. 1000 Abschiedsfotos von Gabi, bringt uns der Rover zuerst zum Postkasten (zu hause erwartet man ja schließlich die obligatorischen rudimentär verfassten urlaubsgrüße wie gut es einem doch geht wie gut wetter und essen sind und wie schön doch alles ist) und dann in Richtung Heidelberg. Auf dem Weg in Deutschlands älteste Universitätsstadt sehen wir noch ein Richtungsschild das uns den Pfad in ein amerikanisches Dorf weißt. Das bringt uns dazu einen Anschlag auf das Patrick Henry Village zu planen den Wagen mit C4-Sprengstoff zu präparieren und auf’s gerate wohl und mit möglichst vielen Opfern in das Fort reinzurasen. So könnten vermutliche die Gedankengänge von Officer Barbrady aussehen. Der lässt uns nämlich eiskalt abblitzen, da von uns weder jemand amerikanischer Staatsbürger oder Angehöriger der US Army ist noch jemand von uns eine Einladung hat. (na dann versauert eben da drin betreibt inzucht oder noch besser haut ab nach hause) Fahren wir eben direkt nach Heidelberg. Dort ein Parkhaus zu finden ist trotz oder vielleicht gerade wegen der üppigen Beschilderung gar nicht so einfach und dennoch werden wir nach mehrmaligem Wenden in drei oder weniger Zügen fündig. Mag Heidelberg auch noch so ein schönes Städtchen sein, mit einer langen Geschichte mit einer tollen Universität vor allem einer tollen Bibliothek und einem Schloss von dem man einen wunderschönen Ausblick haben soll, so sind es dennoch gefühlt 40°C im Schatten und tropische Verhältnisse in Bezug auf die Luftfeuchtigkeit. Der Aufenthalt dauert also nicht so lang und treibt uns wieder in die sehr schmale Tiefgarage und von da aus ab auf di Autobahn in Richtung Calw. Vorher begehen wir aber noch eine weitere kriminelle Tat, ob nun aus Frust nicht das amerikanische Dorf besichtigen zu dürfen oder weil wir mal wieder den Nervenkitzel brauchen (sollten psychologisch geschulte personen diese zeilen lesen würde ich mich über eine erklärung des phänomens freuen) lassen wir im Supermarkt eine Flasche „Hohes C Multivitamin mit milder Säure“ mitgehen. (genau genommen hatten wir an der kasse vergessen die flasche erst in diesem markt eingesteckt zu haben und ich hoffe die supermarktkette penny muss deshalb jetzt nicht in die insolvenz wenn dem so ist hol ich noch ne flasche und bring sie hin auf meine kosten) Calw. Calw nennt sich selbst Hermann Hessestadt, da jener bedeutende Autor einst in diesem Ort das Licht der Welt erblickt,  zur Schule gegangen ist und sogar ein Museum über sich gegründet hat (ja ich weiß dass er das nicht selbst gemacht hat) Doch direkt in den Ort müssen wir gar nicht, sondern nach Stammheim. (nein das ist nicht der berühmte knast in dem baader und meinhoff draufgegangen sind) Dort werden wir schon erwartet von Sarahs Cousine Alexandra Ihrem Mann Ivo und dem kleinen Tim, auch Leonie, die älteste Tochter soll später noch dazustoßen. Am Abend gibt’s dann lecker Abendbrot – selbst gemachte Pizza von Ivos Mutter Renate. (das war volle granate renate und damit mein ich volle granate lecker) Dem Abend geben wir das Prädikat Spitzenklasse auch wenn das vielleicht für Außenstehende schwer zu erklären ist, aber wer die Reisegeschichten unserer Gastgeber hört und den Darbietungen aus Ivos jungen Jahren beiwohnen darf kann zu keinem anderen Urteil kommen. (weil sie unterbesetzt sind) Mehr als eine Herrenhandtasche Becks und 20 Sekunden Havanna später treibt‘s uns dann hundemüde in die Falle.

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