Samstag 9.7.2011

Samstag 9.7.2011

Man is Kerpen nachts nass und kalt. Sebastian verpisst sich morgens ins Auto um sich n bisschen am Laptop aufzuwärmen. (nein keine internetpornos) Was er nicht weiß, das mobile Universalnetzteil für das Notebook ist nicht dagegen gefeit das jemand den Zündschlüssel herum dreht. Der Bildschirm wird schwarz, der mühsam verfasste Text (über den Freitag) verschwindet gänzlich und der Rechner will partout nicht wieder anspringen, zumindest nicht länger als drei Sekunden. Und auch wenn Windoof 7 sehr schnell hochfährt, reicht das nicht um den Text bis zum Ende zu verfassen, abzuspeichern und hochzuladen. Einen kleinen Wutausbruch später (handy, mp3-player werden übers notebook geladen und eine mobile datenflatrate verliert auch ihren sinn achja und der laptop is im eimer über den diese texte verfasst werden und ein film gebastelt werden sollte um selbigen zeitnah hochzuladen) Um wieder runterzukommen – Kaffee. Dann packen wir Zelt und Klamotten zusammen, waschen uns nicht (wo auch) und ab geht die Post gen Kölle. Mit einem semikomfortablem P+R-System geht es in das innere der Stadt (kostenlos) – die Schildergasse. Man könnte sagen „sie befinden sich in der Einkaufsstraße [bitte jede beliebige Innenstadt Europas einsetzen]“ die immergleichen Geschäfte, die immergleichen Menschen und die immergleichen Kleinkünstler (lebende statuen sind echt langweilig). Die Besonderheit an Köln ist dabei, dass hier Straßenmusiker und Arbeitsscheue eine Art Jointventure eingegangen sind, da die Musiker spielen und die Trunkenbolde mit extatischen Tänzen das Publikum anlocken. Das eingespielte Geld wird dabei in einem unbekannten und sicher hochkomplizierten Verteilungsschlüssel geteilt. Ach ja und in Köln gibt’s n riesigen Dom. Das ist an sich nichts Neues bzw. Atemberaubendes, wenn man jedoch davor steht, ändert sich das schon n bisschen, da man wenn man gen Himmel schaut zwangsläufig das Gefühl bekommt, dass das Ding geradezu auf einen zu fällt. Im Innern beeindrucken die riesigen Menschenmassen, die riesigen Fenster und überhaupt der riesige Bau und dennoch machte der Dom in Aachen irgendwie mehr her. Mit 1,50€ fällt die Turmbesteigung (ermäßigt)  ziemlich günstig aus. (da könnten sich andere städte zb leipzig ruhig mal ne scheibe abschneiden). Der Ausblick über Köln selber geht so, es ist nach unser beider Ansicht nicht gerade die schönste Stadt aber auch nicht die hässlichste. (das ist wolfsburg) Laut diesem Internet gibt es in Kölle auch typische Speisen wie z.B. „Kölsche Kaviar“ und nen „halve Hahn“. Da wir außer nem Brötchen mit ner Minisalami drin (die jungs die im ökosnack bei wolfram hin und wieder gegessen haben wissen wovon ich rede) noch nichts in Magen ham, bestellen wir uns das ortstypische Gelumpe. Es entpuppt sich als etwas überteuertes trockenes Brötchen mit sechs dickeren Scheiben Rotwurst und Frühlingszwiebeln, als „Kölsche Kaviar“ und einer fingerdicken Scheibe Gouda, drei Minibrezeln, Zwiebeln und einem ebenso trocknen Brötchen als „halve Hahn“. Ein Verdauungsspaziergang entlang des Rheins lässt die Zeit davon rasen und uns nach Bonn aufbrechen. Die ehemalige (kapierts endlich dass ihr nur ein provisorium ward) Bundeshauptstadt hat bereits nach zehn Minuten verkackt. Die Leute auf den Straßen sind unfreundlich, ungeduldig und rücksichtslos (ja alle) und der ehemalige Bundestag ist erst gefühlt fünf Meter vorher ausgeschildert. Von den Gebäuden die eigentlich ein historisches Flair ausstrahlen sollten geht irgendwie gar nichts aus, woran das liegt ist uns nicht genau klar. Vielleicht liegt’s am Frust der sich vorher aufgebaut hat oder daran dass alles aussieht wie ne riesige Baustelle oder weil es sowas wie historischen Charme nie gegeben hat. (nur vermutungen) Die bedeutendsten Orte werden routiniert abgehandelt (ehemaliger bundestag ehemaliger bundesrat ehemaliges bundeskanzleramt palais schaumburg villa hammerschmidt und adenauer kriegt auch symbolisch eins in die fresse) um sich danach wieder in den Rover zu bequemen und gen nächstem Bestimmungsort zu feuern. Koblenz ist das Ziel und auf dem Weg geht’s durch die schöne Eifel mit ihrer Vulkanlandschaft. Ein Rastplatz hält für nen schmalen Taler auch eine Duschmöglichkeit für uns bereit so dass man sich mal wieder wie ein zivilisierter Mensch fühlen und vor allem wie einer riechen darf. Ein Nachtlager finden wir dann an einem Parkplatz im Wald in Richtung Nürburgring, einer idyllischen Landschaft mit Wanderwegen und einem Ausblick vom sog. Gänsehals, ein ca. 70m hoher Aussichtsurm am Ende eines kleinen Wanderpfades. Dieser Marsch hilft uns dann auch dabei wohlig und entspannt zu entschlummern.

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2 Kommentare

  1. ..das klingt ein bisschen wie meine Meinung von Köln (n bissl beschönigt muss ich zugeben). Und da bin ich froh Bonn nie besucht zu haben.. 🙂

    • ja ich muss mit meiner meinung aufpassen, ich will ja nicht laufend irgendwelche kommentare beantworten müssen in denen leute sich angegriffen fühlen. beschönigt ist es allemal. 😉

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